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Hundezucht  

 


 

Den ersten Zuchtgedanken hatte ich, als ich meinen Tibet Terrier Maxi bekam. Sie ist mein  “Traumhund”. Ich möchte gerne dazu beitragen gesunde, vitale, wesensfeste und charaktervolle  Tibet Terrier in die Welt zu setzen .
Ich mache es mir zur Aufgabe die Welpenkäufer kennen zu lernen, zu beraten und für Fragen offen zu stehen. Selbstverständlich werden sämtliche Untersuchungsergebnisse vorgelegt.


Der Kontakt zu den Welpenkäufern endet nicht mit der Abholung der Welpen, denn ich möchte immer bei Fragen und Problemen jeglicher Art ansprechbar bleiben und Ihnen weiterhelfen so gut ich kann.
Ich gebe mir viel Mühe mit der Aufzucht der Welpen. So werden die Welpe im engen Familienverbund aufwachsen, lernen den Umgang mit Artgenossen ,Kindern jeden Alters und den verschiedensten Umweltgeräuschen/reizen.
 Die neuen Welpenbesitzer bekommen von mir eine Ahnentafel, Papiere vom ARHC e.V. und den Impfpass ihres Welpen mit.

 

Die Welpen werden alle gechipt ins neue Heim einziehen und die Hummelwiese verlassen. Die Auswahl der neuen Familie ist nicht leicht.
Der Welpe kommt nur in verantwortungsvolle und liebevolle  Hände.                   

                                        
Eine Familie muss folgendes bedenken :                                                                             
Mit einem Hund ist man sehr gebunden, denn das Tier benötigt neben Auslauf, Kuschelzeiten, Erziehung und Hundeschulbesuche auch Zeit der Pflege. Ein Tibet Terrier hat langes Haar, das regelmäßig (2x die Woche) gebürstet werden muss.
 Die Hunde lassen dies nur geschehen, wenn sie es von klein auf gewöhnt sind.
 Das bedarf Arbeit und Zeit. Der Tibet Terrier möchte gefordert werden und ist kein Schoßhund,  das niedliche Aussehen trügt. Für Agility und Dogdance oder andere Hundesportarten ist der Hund  geeignet, allerdings muss er ausgewachsen- und seine Hüften untersucht sein! Dies geschieht ab dem ersten Lebensjahr.

Die Kosten sind bitte auch mit zu bedenken. Jährliche Impfungen, Hundesteuer und Hundeausbildung  sowie Tierarztbesuche, hochwertiges Futter, müssen für den neuen Welpenkäufer bezahlbar sein. Oft wird dies unterschätzt.

Leute, die 100% berufstätig sind, haben keine Zeit einem Hund gerecht zu werden.
Ein Welpe benötigt engen Familienanschluss und es reicht nicht aus sich  zwei Wochen Urlaub zu nehmen um ihn an sein neues Umfeld zu gewöhnen.

Wenn man alles gründlich erwogen hat, sich darauf einstellt für ca. 15 Jahre ein neues  Familienmitglied  in seiner Familie zu haben, dass viel Liebe, Zeit und Geduld mit sich bringt, dann würde ich demjenigen gerne einen meiner Tibet Terrier Welpen anvertrauen.                                                                          

Ich freue mich , wenn Sie Interesse an meinen Welpen und Hunden haben und stehe Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung.


 

Was kostet ein Rassehund?

Bei einem Händler bekommt man einen Tibet-Terrier-Welpen schon für 300 Euro, beim verantwortungsbewussten Züchter kostet ein Welpe heute nicht unter 850 Euro.

Der Hund vom Händler

John Ruskin (1819-1900), engl. Schriftsteller, Kunstkritiker u. Sozialphilosoph, schrieb einmal:

      • Es ist unklug, viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter,
        zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie
        etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen,
        verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die
        ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

·  Auch wenn für uns ein Hund kein Gegenstand ist, trifft diese Umschreibung doch sehr die Beschreibung der "Billigschnäppchen", die vor allem im Internet angeboten werden!

Die Welpen sind billig, weil einfach an allem gespart wurde. Die Eltern wurden auf keine Krankheiten untersucht. Verschläge, meist irgendwo im osteuropäischen Ausland, in denen Hündinnen ohne Tageslicht mindestens zweimal pro Jahr Welpen gebären müssen (mit Tabletten kann man den Zyklus steuern, so dass eine Hündin auch mehrmals jährlich Welpen haben kann), alles ist dreckig, die Welpen werden zu früh von der Mutter getrennt, sind schlecht ernährt, nicht entwurmt oder geimpft, erhielten keine Prägung oder Sozialisierung, werden im Transporter über die Grenze gekarrt und billig im Internet angeboten. Oftmals haben die Händler noch weitere zehn bis 20 Rassen im Angebot und bringen die Welpen sogar bis an die Haustüre.

Phantasie? Nein, denn der deutsche Blätterwald ist voll von Berichten darüber und auch bei "Stern-TV" oder "akte" kann man immer wieder Berichte über die Ware Hund verfolgen. Das böse Erwachen kommt nach dem Kauf: Die Welpen sind krank, nicht geimpft oder entwurmt, man trägt das vermeintlich gesparte Geld dreifach zum Tierarzt, der Hund ist verhaltensgestört und wenn der Besitzer eine Frage hat, steht er allein auf weiter Flur, denn er hat keinen kompetenten Ansprechpartner.

Warum sind Hunde vom Züchter so "teuer"?


Nur Welpen aus individuell aufgezogenen Würfen von zufriedenen, stabilen Müttern haben die Chance auf einen wirklich guten Start ins Leben. Ein gesunder Welpe, ordnungsgemäß aufgezogen in einer seriösen Zucht, muss geimpft und entwurmt werden.

Für einen gesunden Knochenbau und gesunde Organe muss vernünftiges Futter gegeben werden, sowohl der Mutterhündin als auch den Welpen. Das ist zum einen nicht ganz billig und wird zum anderen in nicht geringen Mengen von den Welpen verzehrt.

Zur Gesundheit zählt nicht nur das körperliche Wohlbefinden, auch die Psyche ist wichtig. Ebenso wie Menschenkinder nicht gleich des Hauses verwiesen werden, wenn sie selbständig essen können, müssen Welpen auch über die Stillzeit hinaus bei ihrer Mutter bleiben. Für eine gesunde Psyche ist es wichtig, dass die Welpen wenigstens bis zur Vollendung der 8. Lebenswoche bei der Mutter bleiben.

Um die Welpen verkaufen zu können, müssen Anzeigen und – besser noch – eine Homepage geschalten werden. Die Publicity für eine Zuchtstätte geht noch weiter, denn schließlich will man ja die Welpenkäufer kennen lernen und verbringt einen Nachmittag miteinander, wobei Kaffee und sonstige Getränke gereicht werden.
 


Schon bis hierhin hat man sehr viel Geld in jeden einzelnen Welpen gesteckt. Kommen jetzt noch eine Infektion oder sonstige "Problemchen" dazu, schnellen die Kosten in die Höhe. Und eine Infektion kann auch den saubersten Haushalt treffen, wenn beispielsweise Keime eingeschleppt werden, bevorzugt von Welpeninteressenten, die "klappern", d. h. die jeden Zwinger in der Umgebung abfahren und so munter Keime übertragen können. Soweit zu den Welpen.
 

Und was gehört zu einer seriösen Zucht? Züchter nehmen nicht einfach eine Hündin und lassen irgendeinen Rüden drauf. Sie überlegen, was sie mit ihrer Zucht erreichen wollen und wählen dann die entsprechende Hündin. Diese kommt vorzugsweise aus einem hervorragenden Zwinger, der für gutes "Zuchtmaterial" bekannt ist – und das kann auch das Ausland sein. Der Anschaffungspreis ist höher als bei einem reinen Liebhabertier, zusätzlich fallen weitere Kosten an (Fahrtkosten, Aufzuchtkosten, ...) an. Um züchten zu können, muss die Hündin zuchttauglich sein, d. h. sie muss z. B. auf (Erb-)Krankheiten untersucht sein.

Da eine Hündin alleine sich noch nicht vermehrt, braucht man noch einen Rüden. Auch hier muss man genau auswählen, lange Fahrtwege zurücklegen und natürlich die Deckgebühr entrichten, die um die EUR  500,00 liegt. Selbst wenn man einen eigenen Deckrüden hält, heißt dies noch lange nicht, dass dieser jede eigene Hündin decken darf. Außerdem muss man beim Deckrüden ebenso wie bei den Hündinnen neben dem Anschaffungspreis die laufenden Kosten einrechnen, also z. B. Futterkosten, Tierarzt, Hundesteuer, Versicherung, Zuchttauglichkeit, Untersuchungen usw.

Ahnentafel = teurer Welpe?

Aufgrund dessen meinen viele Welpeninteressenten, dass die Ahnentafel den Preis bestimmt und fragen nach einem Hund ohne Ahnentafel. Mithilfe der Ahnentafel lässt sich der Preis immer künstlich in die Höhe treiben, keine Frage. Die Ahnentafel selbst kostet jedoch bei einem Verein zwischen 15 und 30 Euro. Somit ist das Stückchen Papier das Billigste am Hund, egal ob es sich um einen Mitgliedszwinger des VDH oder des ARHC e.V. handelt. Einzig und allein die Qualität des Welpen, seine Aufzucht und die Abstammung sollten den Preis bestimmen!

Um eine Ahnentafel zu erhalten, muss man Mitglied in einem Verein oder Verband sein. Das bedeutet nicht nur, dass Vereinsbeiträge fällig werden, sondern auch, dass Zuchtrichtlinien eingehalten werden müssen, die ein Verein zum Schutz der Hunde und auch der Welpenkäufer aufstellt.

Und genau das ist es, was die Ahnentafel auch für Liebhaber so wichtig macht! In den Zuchtrichtlinien ist z. B. festgelegt, wieviele Würfe eine Hündin in welchem Zeitraum haben darf. Hiermit soll verhindert werden, dass Hündinnen nicht mit ständigen Würfen ausgelaugt werden. Der Welpenkäufer zahlt also nicht teures Geld für eine Ahnentafel, sondern er zahlt für einen Welpen, der nach bestimmten Richtlinien vernünftig aufgezogen wurde.

Welche Kosten haben wir als Züchter?

 

  • Mitgliedschaft in einem Verein, der Züchter rechtlich unterstützt oder Rechtsanwaltskosten, z. B. wenn es um die Ausfertigung der Kaufverträge geht.
  • Besuch einer Hundeschule
  • Besuch von Fachvorträgen
  • Kauf von Fachliteratur in Printform, dazu Software (Ahnenverwaltung)
  • Besuch von Hundeausstellungen
  • Mitgliedschaft im Zuchtverein
  • Beantragung des Zwingernamens
  • Zuchttauglichkeit der Mutterhündin (HD-Röntgen, Untersuchung der Patella, Zuchttauglichkeitsbewertung, Blutuntersuchung, jährliche Untersuchung der Augen bei einem Augen-Fachtierarzt des DOK, Gentest auf prcd-PRA, Gentest auf FN usw.)
  • Kosten für Umbaumaßnahmen bzw. Kosten für Welpenauslauf drinnen und draußen, Pavillon, ...
  • Auswahl des Deckrüden (man will “ihn” ja vorher wenigstens einmal live gesehen haben)
  • Scheidenabstrich vor dem Belegen der Hündin, oft auch eine Impfung und nochmalige Entwurmung, sowie eine Blutuntersuchung
  • Decktaxe und oft mehrmalige Fahrt zum Deckrüden, der meist nicht um die Ecke wohnt, Übernachtungskosten.
  • Wurfutensilien (Wurfkiste, Decken, Handtücher, Einlagen, Rotlichtlampe, Wärmeplatte, Thermometer, ...)
  • Versorgung der Hündin während der Trächtigkeit (extra hochwertiges Futter, Trächtigkeitsmedikamente, Ultraschall-Untersuchung, Trächtigkeitsröntgen, ...)
  • Hausbesuche des Tierarztes nach der Geburt zur Begutachtung der Welpen und Injektion einer sog. Reinigungsspritze, damit keine Nachgeburten in der Gebärmutter verbleiben.
  • Aufzucht der Welpen durch 24 Stunden Betreuung bis zur Abgabe mit ca. 10 Wochen
  • hochwertiges Futter, Welpenmilch, etc.
  • regelmäßige Entwurmungen (ab ca. 10 - 14 Tage alle 2 Wochen)
  • zweimalige Impfung und kostenpflichtigem Heimtierpass
  • Chip inkl. Implantation durch den Tierarzt
  • Spielzeug und Halsbändchen für die Welpen
  • Kartonagen als Einlage in den Welpenauslauf
  • Entsorgungskosten für die Hinterlassenschaften
  • Anzeigenschaltungen
  • Telefonkosten
  • Bewirtungskosten der Gäste, vor allem der Welpeninteressenten
  • Fahrtkosten zum Flughafen und S-Bahn usw., wenn die Welpen Ausflüge unternehmen, damit sie auf ihre Umwelt geprägt werden
  • Homepagekosten, Speicherplatz, Domains, E-Mail-Konto
  • Wurfabnahme und Kontrolle durch den Tierarzt
  • Ahnentafeln
  • Info-Ordner mit Entwurmungspass und vielen Unterlagen, Informationen, Welpenfibel für die neuen Besitzer
  • Puppy-Bag, welches Futter, Kauartikel, Spielzeug, Kamm, Bürste, Halsband, Leine usw. enthält
  • Untersuchung 24 Std. vor dem Umzug in die neuen Familien durch den Tierarzt
  • Nachbetreuung durch Telefonate, Besuche, gemeinsame Unternehmungen usw.
  • Fahrtkosten zum Tierarzt, Deckrüden, Hundeausstellungen usw.
  • Eine leistungsfähige Waschmaschine, ein leistungsfähiger Wäschetrockner, viel Wasser und Strom.
  • ZEIT!!! Für die Welpenaufzucht, die eigenen Hunde, die Nachbetreuung der Welpenkäufer, die Erstellung der Homepage usw.

·  Lohnt sich denn die Hundezucht?

Es kommt natürlich darauf an, was und wieviel man investieren will und kann. Wenn Welpen im Zwinger gehalten werden, mit billigem Trockenfutter aufgezogen und nur einmal geimpft werden, dann ist es durchaus möglich, Gewinn aus der Hundezucht zu schlagen. Wie sonst wäre es möglich, dass vor allem in der Hundezüchterszene Neid und Missgunst zwei häufig vorkommende Eigenschaften sind, wenn nicht in vielen Fällen ganze Existenzen auf dem Spiel stehen würden?

Fakt ist, dass die Welpen aus einem solchen Zwinger niemals auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet werden und meistens fehlt auch der kompetente Ansprechpartner. Schließlich kann keine Zeit in die bisherigen Welpen investiert werden, weil das “Geschäft” ja weiterlaufen muss.

"Verfasser: Brigitte Friedl, http://www.volcatia.de . Das alleinige Kopierrecht liegt beim Verfasser. Jegliche weitere Verwendung ist untersagt und wird strafrechtlich verfolgt."

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